Am 01.09.2014 begannen wir, Josef und Anne, zu zweit unsere Ausbildung bei queo zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung. Unser erstes Jahr bei queo war ein kleines Experiment für alle Beteiligten. Im Gegensatz zu unseren Vorgängern wurden wir nicht von Anfang an einem Team zugeordnet, sondern durchliefen alle drei Fachbereiche: C#, PHP und Java.

Den Anfang machte das C#-Team. In dieser Zeit wurde uns an Übungsprojekten die grundlegende Vorgehensweise beim Entwickeln einer Software beigebracht: Unterteilung in mehrere Schichten, Einsatz von Data Access Objects, Domain Objects, Services, Verwendung von Design-Patterns wie MVVM oder Singleton, Konzeption mit UML-Diagrammen, Pflichtenheft und Lastenheft. Da bei queo viel Wert auf automatisierte Tests gelegt wird, wurden wir von Anfang an dazu angehalten, testgetrieben vorzugehen. Das heißt, es wird erst der Test geschrieben und danach der zugehörige Code, der den Testfall funktionieren lässt. Was anfangs nach verkehrter Welt klang, entpuppte sich als Hilfsmittel, um den Code schlank und übersichtlich zu halten. Im Januar folgte der Wechsel ins PHP-Team, wo wir fast wieder bei Null anfingen: Neue Entwicklungsumgebung, neue Tools, neue Frameworks und zwei neue Programmiersprachen. In dieser Zeit durften wir uns weitestgehend selbst Projekte bzw. Themen suchen, die uns interessierten. Zu Beginn beschäftigten wir uns weitestgehend mit PHP bzw. dessen Framework Symfony 2, gegen Ende verschob sich der Fokus immer mehr Richtung JavaScript, speziell AngularJS und dem Test-Framework KarmaJS. Warfen wir vor der Zeit im PHP-Team noch GET und POST durcheinander, wussten wir danach, dass es auch noch einige andere Methoden gibt, welcher CRUD-Operation diese entsprechen, was REST ist und wie man mit Asynchronität umgeht.

Alles neu macht der Mai

Anfang Mai wechselten wir schließlich ins Java-Team. Da bei queo relativ viel mit Dependency Injection bzw. Inversion Of Control (IOC) gearbeitet wird, war eine unserer ersten Übungsaufgaben die Implementierung eines kleinen IOC-Containers. Wir waren zwar bereits im C#-Team damit in Berührung gekommen, die händische Implementierung half aber noch einmal deutlich, die „Magic“ dahinter zu verstehen. Generell waren die Übungsaufgaben im Java-Team eher algorithmen-lastig und darauf ausgelegt, uns diese Art zu Denken und zu Planen näherzubringen. In der letzten Zeit im Java-Team beschäftigten wir uns noch einmal eingehender mit automatisierten GUI-Tests, also Tests, die sicherstellen, dass die grafische Oberfläche für den Benutzer bedienbar ist, er alle Unterseiten erreichen kann und sämtliche Client- und Serverseitigen Validierungen korrekt funktionieren.

Unsere Entscheidung

Das erste Jahr ging unglaublich schnell vorbei und war von sehr sehr vielen „ersten Malen“ geprägt. Wir hatten wohl häufiger deutlich sichtbare Fragezeichen über den Köpfen schweben. Ich denke, wir haben im ersten Jahr einen zwar recht groben, aber dafür breitgefächerten Eindruck bekommen, wie in den verschiedenen Teams gearbeitet wird, welche Frameworks benutzt werden und wie Softwareentwicklung im Allgemeinen funktioniert. Ende August galt es dann zu entscheiden, wo wir die nächsten zwei Ausbildungsjahre verbringen würden. Josef entschied sich für das C#-Team, während ich im Java-Team blieb. Wir durften uns in allen Teams erst einmal selbst an den Aufgaben versuchen, konnten aber auch jederzeit unsere Kollegen um Hilfe bitten, wenn wir nicht mehr weiter wussten. Diese erklärten uns nicht nur, wie etwas funktioniert, sondern auch, warum es so gemacht wird bzw. wo bei unseren Ansätzen die Denkfehler lagen. Wir wurden von Anfang an voll integriert und konnten uns einbringen, und es wurde nie der Eindruck vermittelt, dass wir „nur Azubis“ wären. To make a long story short: Das Thema Ausbildung wird bei queo sehr ernst genommen und es wird von allen viel Zeit investiert, um aus uns vernünftige Entwickler zu machen.


Sie interessieren sich für eine Karriere bei queoflow? Hier finden Sie aktuelle Stellenausschreibungen

Diskutieren Sie mit!

Es steht Ihnen frei einen Kommentar zu hinterlassen. Sie finden Informationen zur Verwendung Ihrer Daten in unserer Datenschutzerklärung.

Alle mit einem markierten Felder sind Pflichtfelder und müssen ausgefüllt werden