WordCamps widmen sich Themen rund um das WordPress-CMS und werden mehrmals im Jahr in verschiedenen Städten weltweit veranstaltet. Eines dieser Wordcamps fand in diesem Jahr am 16. und 17. April an der Technischen Hochschule Georg-Simon-Ohm statt. Maik (PHP) und Michael (Frontend) waren in Nürnberg dabei und berichten von ihrem Wochenende.

Was war eure Motivation, an der Veranstaltung teilzunehmen?

Maik: Was nach Barcamp klingt, ist eher eine ausgewachsene Konferenz, auf der Entwickler, Designer und Interessierte zusammenkommen. Es gibt im Herbst noch ein zweites Wordcamp in Deutschland, was sich dann noch konkreter an Entwickler richtet. Wir haben in letzter Zeit viele Projekte mit etwas geringem Umfang mit WordPress realisiert. Dabei sind wir auf allerhand Herausforderungen gestoßen. Deshalb entstand die Idee die Arbeit an diesen Projekten intern ein Stück weit zu standardisieren. Wir haben uns Gedanken gemacht, wie wir das für WordPress realisieren können. Es wurden bestimmte Workflows entwickelt, die uns helfen, diese Projekte schnell und effizient umzusetzen. Außerdem erleichtern Standards den Wechsel zwischen Projekten, da die Einarbeitungszeit gering gehalten wird, weil die Herangehensweise größtenteils gleich ist. Wir arbeiten zwar schon recht viel mit WordPress, trotzdem gibt es immer noch viel Neues für uns. Aus diesem Grund wollte ich gerne nach Nürnberg fahren – die Community kennenlernen, sich mit anderen austauschen, aus den Vorträgen was mitnehmen – unter anderem auch die Bestätigung, dass wir das so richtig machen.

Michael: Ich bin zurzeit weniger in WordPress-Projekte involviert, allerdings aus Frontend-sicht und meinem persönlichen Interesse wollte ich die Veranstaltung gerne besuchen. Die Teilung PHP-Team und Frontend war ganz gut, denn so haben wir unterschiedliche Vorträge gewählt. Das war mein erstes WordCamp.

Und hat es sich gelohnt?

Michael: Ich fand die Organisation sehr gut. Wie Maik schon gesagt hat, habe ich mir das Wochenende noch etwas Camp-mäßiger vorgestellt. Die Themen wurden eher angerissen und dienten der Inspiration. Man muss das Gehörte auf jeden Fall für sich vertiefen. Sehr gut gefallen hat mir auch, dass manche Themen mal so gar nicht technisch angegangen wurden, sondern zum Beispiel philosophisch, wie die Keynote von Bruder Natanael Ganter –  einem Franziskaner Mönch.

Maik: Man konnte sich dann in den Sessions etwas stärker spezialisieren. Die Sessions wurden alle aufgezeichnet, die kann man sich also anschauen. Auch die internationalen WordCamps sind dort dokumentiert – falls man mal nicht die Möglichkeit hat nach San Francisco zu fliegen. Besonders gut hat mir gefallen, dass man relativ unkompliziert in Kontakt mit der Community gekommen ist.

Michael: Auch Samstagabend nach der „Pflicht“, konnte man sich bei Pizza und Bier mit den anderen unterhalten. Da kommen viele interessante Gespräche zustande, man kann viele Gemeinsamkeiten in der Vorgehensweise und im Arbeitsalltag feststellen.

Was habt ihr von der Veranstaltung mitgenommen?

Maik: Wir haben schicke Hocker mitgenommen. Aber mal ernsthaft: was ich mir mitgenommen habe, stammt aus dem Vortrag über Performance, den fand ich sehr interessant. Der hat mich nochmal dafür sensibilisiert, wie WordPress im Hintergrund arbeitet, bzw. worauf man achten sollte. Ich habe auch noch zwei Vorträge über Testing, speziell automatisierte Tests gehört – und da hab ich mir ein paar Dinge mitgenommen, die wir unbedingt umsetzen sollten. Besonders im Hinblick auf die vorhin genannte Standardisierung in unseren WordPress-Projekten. Auch da wir unsere eigenen PlugIns und Themes entwickeln, sind standardisierte Tests im Vorfeld extrem wichtig. Ich bin schon ganz froh, dass ich mich da im Moment so ein bisschen austoben darf.

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Michael: Da ich momentan nicht so aktiv mit WordPress arbeite, habe ich mir so ein paar spezielle Themen mitgenommen, die ich ganz spannend finde. Zum Beispiel die Nutzung von WordPress als App-Framework. Mit Hilfe der WP-REST-API kann WordPress als Headless CMS genutzt werden und dient nur der Bereitstellung der im Backend gepflegten Inhalte. Das Auslesen und Anzeigen der Daten im Frontend kann dann z.B. mit dem JavaScript Framework AngularJS und spezieller Services geschehen. Wenn sich dafür in Zukunft mal ein Anwendungsfall ergibt, würde ich das sehr gerne ausprobieren. Da war der Vortrag die Anregung, um sich damit auseinanderzusetzen. Bei den Frontend-Themen selber gab es für mich jetzt nicht so viel Neues.

#wcnbg

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