Richtig gesehen, die Webseite von queo (www.queo.de) präsentiert sich im neuen, frischen Design. Das zum Offensichtlichen, aber was auf dem ersten Blick nicht zu sehen ist – die Anwendung wurde auf eine andere Plattform portiert. Was zuvor ein Typo3-System war, ist nun Umbraco und das kann locker mit dem bekannten Flaggschiff unter den CMS-Systemen mithalten. Ein guter Grund sich das mal näher anzusehen.

Ganz kurz – was ist Umbraco?

Umbraco ist ein opensource-lizensiertes Content-Management-System (CMS), das in C# geschrieben ist und auf ASP.NET basiert. Es wurde 2000 von dem dänischen Software-Entwickler Niels Hartvig entwickelt und wird seitdem stetig von ihm und einer wachsenden Entwickler-Gemeinde vorangetrieben. Seit der Version 7 kommt AngularJS als weitere Schlüsseltechnologie im Backend zum Einsatz.

Geschichten aus dem Entwickler-Alltag und wie es dazu kam

Wer bisher dachte, queos C#-Team setzt vorrangig Desktop-Anwendungen um, der irrt. Schon lange entwickeln wir ASP.NET-Anwendungen. Die Webentwicklung ist jetzt allerdings mehr denn je Thema in unserem Team. Die Anforderungen an die Webanwendungen sind sehr unterschiedlich, darunter befinden sich auch mal Funktionen, die speziell die Content-Pflege betreffen. Sobald man anfängt WYSIWYG-Editoren einzubauen, seitenlange Formulare im Backend baut oder Seitenstrukturen editierbar macht, darf man sich ruhig fragen, ob man gerade Anforderungen umsetzt, die von bestehenden Systemen wie einem CMS nicht bereits gelöst wurden. Schon seit geraumer Zeit war es uns daher ein Bedürfnis uns Kenntnisse in einem CMS „unserer Sprache“ anzueignen.

Jetzt sind wir soweit – wir können das.

Wann ist ein CMS die richtige Wahl?

Nicht jede Anwendung ist mit einem CMS gut beraten, aber der Funktionsumfang und die Vielseitigkeit sind nicht zu unterschätzen. Es kommt eben wie so oft darauf an, was der Kunde will und wie die Anforderungen aussehen. Steht der Einsatz eines CMS zur Debatte, kann man sich einige Fragen stellen:

  • Werden häufig Artikel oder Neuigkeiten veröffentlicht oder werden Bildergalerien eingesetzt?
  • Müssen die Webinhalte häufig aktualisiert werden? Sind es viele zu pflegende Inhalte?
  • Sind benutzerfreundliche Sichten auf die zu ändernden Daten notwendig?
  • Gibt es einen Prozess zur Veröffentlichung von Inhalten und existieren mehrere Redakteuere, die simultan an den Inhalten arbeiten?
  • Soll die Anwendung flexibel und skalierbar sein?

Erfahrungen mit Umbraco

Persönlich hat mich an Umbraco begeistert, dass das Backend übersichtlich gestaltet ist und man sich sehr schnell zurecht findet. Man merkt, dass Umbraco viel Wert auf Benutzerfreundlichkeit gelegt hat. Redakteure werden sich nach kurzer Einführung schnell zurecht finden und loslegen können.

Was mich aus Entwicklersicht beeindruckt hat, sind die vielen Möglichkeiten und wenigen Einschränkungen. Entwicklern ist es möglich das CMS so zu entwickeln, dass es den Anforderungen des Kunden entspricht. Für die queo-Seiten bspw. wurden wiederverwendbare Module entwickelt, mit denen ein Redakteur nach Baukastenprinzip eine Seite zusammenstellen und gestalten kann. Andere Kunden werden sich vielleicht eher auf die Inhalte konzentrieren wollen und ein statisches Layout bevorzugen oder mit dem integrierten „Grid-View“-Editor und Richt-Text-Editoren Seiten ganzheitlich gestalten wollen.

Wieder andere werden komplexe Workflows, Integration von Hintergrundsystemen, externe Datenquellen oder spezielle Dienste verlangen. Je nachdem können wir Umbraco an diese Erfordernisse anpassen. Wir können bestehende Plug-Ins installieren oder eigene Erweiterungen programmieren. Von Google-Maps-Integrationen bis zur eCommerce-Unterstützung – viele Erweiterungen existieren auch bereits. Der Entwicklung sind keine Grenzen gesetzt und die Individualisierung im Maßstab der gewohnten ASP.Net Webentwicklung ist stets möglich.

Hört sich gut an, oder? Weitere Beispiele finden Sie unter http://umbraco.com/why-umbraco/.

 

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