queo ist offizieller Partner des CMS Magnolia – davon profitieren sowohl unsere Agenturmarke queospark als auch wir als Softwaremarke queoflow. Im Interview mit unserer Magnolia-Expertin Maria Zweiniger möchten wir über die Möglichkeiten dieser Partnerschaft für uns und unsere Kunden sprechen. Gleichzeitig wagen wir einen Rückblick als auch einen Ausblick auf bisherige und kommende Projekte.

Maria, als unsere Magnolia-Expertin kannst Du uns sicherlich erzählen, was Magnolia für Dich zu einem guten Content Management System macht? Was sind die Alleinstellungsmerkmale des Systems?

Maria: Magnolia zeichnet sich durch eine Art Baukastensystem aus, denn jede Funktion und jedes Feature ist in einem Modul gekapselt. Dadurch können Projekte leicht um individuelle Module erweitert werden, wie das Blossom Module, das die Integration von Spring ermöglicht. Auch überflüssige Module können so ganz leicht entfernt werden. Außerdem kann durch die Verwendung der JCR Spezifikation die Datenbank frei gewählt und auch Freemarker kann durch eine präferierte Templatesprache ausgetauscht werden. Das alles macht Magnolia sehr flexibel. Magnolia wartet zusätzlich mit einer mobilfähigen Verwaltungs-/Backend Oberfläche und einem gut durchdachten Onpage Editor auf, der einfach zu verstehen ist und deswegen bei Kunden gut ankommt.

Einige Projekte mit Magnolia haben wir bei queo schon umgesetzt und natürlich gibt es dabei auch immer Herausforderungen. Welche Projekte waren besonders interessant und wie habt Ihr unsere Kunden zufrieden gestellt?

Maria: Unser aktuelles Projekt stellt uns immer wieder vor die Herausforderung, dem Kunden Komponenten bereit zu stellen, die auf seine Bedürfnisse zugeschnitten und gleichzeitig einfach und flexibel zu bedienen sind. In diesem Fall war es auch gewünscht, Daten aus bestehenden Anwendungen in das CMS zu integrieren, was durch Magnolias REST Schnittstellen sauber gelöst werden konnte. Dazu arbeiten wir mit dem Kunden sehr eng und transparent zusammen.

Welche Voraussetzungen mussten wir für die Zertifizierung als Magnolia-Partner erfüllen?

Maria: Zum einen ist ein umfassendes Knowhow im Java EE Umfeld notwendig, welches durch unser erfahrenes Java Team bereits im Unternehmen vorhanden war. In allen Prozessen zur Entwicklung, zum Test und zur Bereitstellung von Java EE Anwendungen ist dieses Team durch individuelle Softwareprojekte erprobt, was für die Erweiterung und Anpassung des CMS, das selbst in Java implementiert wurde, erforderlich ist.

Darüber hinaus sind natürlich Kenntnisse des CMS Magnolia selbst hilfreich, welche in zurückliegenden Projekten auf Basis der Magnolia Community Edition bereits gesammelt werden konnten. Zusätzlich habe ich als Mitglied des Java Teams an einer Schulung von Magnolia teilgenommen, um das Wissen zu vertiefen und mich auf die Prüfung vorzubereiten. Nach erfolgreichem Bestehen erhielt ich die Zertifizierung, sodass einer Partnerschaft nichts mehr im Wege stand.

Welche Vorteile bietet die Partnerschaft mit Magnolia uns, als queoflow, und vor allem unseren Kunden?

Maria: Der wichtigste Vorteil ist, dass wir unseren Kunden jetzt Magnolia in der Enterprise Edition anbieten können, die mit vielen zusätzlichen Features und Enterprise Support einhergeht, den wir direkt von Entwicklern des CMS erhalten. Diese gute Zusammenarbeit fördert die schnelle Lösung von Problemen und ermöglicht es uns, unseren Kunden höchste Qualität in den Projekten zu gewährleisten. Des Weiteren erhalten wir kostenfreie Schulungsplätze und Einladungen zu sogenannten Partner-Konferenzen. Dadurch stellen wir sicher, dass wir auf dem aktuellsten Stand bleiben und können von den Erfahrungen anderer Partner lernen. Wir gewährleisten damit unseren Kunden eine hohe Qualität in den Projekten, die ein reines Open-Source-CMS nicht bieten kann.

Wie Du eben erwähnt hast, bieten wir unseren Kunden neben der Community Edition (CE) nun auch die Enterprise Edition (EE) von Magnolia an. Welche Funktionen hat die Enterprise Edition? Wie profitieren wir und unsere Kunden?

Maria: Die Enterprise Edition ist in erster Linie eine Erweiterung und bietet Lösungen für komplexere Projekte. Sie enthält, im Gegensatz zur Community Edition, z.B. verbesserte Features zur Versionierung und zum Locking. Sie bietet auch einige neue Features, wie die Personalisierung von Seiten, um auf den Besucher zugeschnittene Inhalte zu generieren und eine Workflow Engine, die eine einfache Konfiguration von komplexen Reviewprozessen ermöglicht, die über das einfache 4-Augen-Prinzip hinausgehen. Diese Erweiterungen führen zu einem qualitativ besseren Ergebnis für den Kunden, der mit Magnolia arbeiten möchte und vereinfachen den Prozess zum Erstellen von einzigartigen Inhalten. Dadurch kann dem Besucher einer Webseite ein Erlebnis präsentiert werden, welches ihm noch länger in Erinnerung bleibt.

Mit Magnolia 5.5 wird nun zwischen Magnolia CORE und Magnolia NOW unterschieden. Was ist neu an Magnolia Now? Für wen ist es geeignet?

Maria: Prinzipiell wurde für Magnolia NOW das bekannte CMS Magnolia, welches zur besseren Unterscheidung in Magnolia CORE umbenannt wurde, in einem cloudbasierten Service, inklusive Support und Hosting, verpackt. Es reduziert das Aufsetzen von Test- und Produktiv-Systemen oder das Deployment auf wenige Klicks und bietet durch den Light-Module-Ansatz dennoch die Möglichkeit individuelle Anpassungen einzufügen. Das macht es vor allem für Unternehmen interessant, die keine Softwareentwicklung oder eigene Infrastruktur betreiben wollen, erschwert jedoch die Integration externer Systeme. Um den vollen Umfang des CMS auszuschöpfen, ist daher Entwicklungsaufwand einzuplanen.

Wie profitierst Du als Java Entwicklerin bei der Arbeit mit Magnolia von deiner Erfahrung mit Java EE Anwendungen?

Maria: Magnolia bietet, wie schon erwähnt, das Blossom Modul an, welches Spring in der Anwendung verfügbar macht, ein Framework, welches wir für Java Projekte täglich nutzen und mit dem wir gut vertraut sind. Durch dieses Modul können wir Komponenten um einiges schneller entwickeln und Schnittstellen zu anderen Webanwendungen leichter anbinden. Außerdem ist es manchmal notwendig, Aktionen zu überschreiben oder eigene Felder zu ergänzen, um das CMS auf den Kunden zuzuschneiden, was durch das Ergänzen und Referenzieren eigener Java Klassen erreicht wird.

Nun möchte ich noch einen kleinen Ausblick wagen: Was ist in Zukunft noch mit Magnolia und queoflow geplant? Welche spannenden Projekte werden gerade oder vielleicht auch in Zukunft umgesetzt?

Maria: Eines der letzten Projekte, das wir gerade fertiggestellt haben, war der Relaunch der Website der Metzler-Stiftung. Das war auch für uns ein spannendes Projekt, da wir hier sehr eng mit dem Kunden zusammengearbeitet haben und beispielsweise der Deploymentprozess von Anfang an so geplant war, dass der Kunde ihn komplett selbstständig durchführen konnte. Aktuell arbeiten wir an zwei großen Website Relaunches und entwickeln einige Standard-Bausteine, um unsere Dienstleistungen für kleinere Webseiten interessanter und preiswerter zu gestalten und zugeschnittene Demosysteme zu ermöglichen. Zusätzlich nehmen wir derzeit an mehreren internationalen Ausschreibungen teil, die besondere Anforderungen beinhalten, wie die Anbindung vieler externer Schnittstellen und Buchungsplattformen.

Vielen Dank für das Interview!

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2 Kommentare

  • […] Bei der aktuellen Veröffentlichung des Forrester Wave Reports ist uns etwas aufgefallen, das uns überaus stolz macht: Magnolia wird zum ersten Mal als einer der 15 bedeutendsten CMS-Anbieter geführt. Das bestätigt uns darin mit dem aufstrebenden Content Management System die richtige Wahl getroffen zu haben –  schließlich haben wir uns Anfang des Jahres als offiziellen Partner zertifizieren lassen. […]

  • […] automatisiert mit Ansible vorgenommen werden können. Diese Übungen halfen auch zu verstehen, wie Magnolia NOW im Hintergrund funktioniert, da es auf Ansible […]

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