75 Teilnehmer – zweieinhalb Tage – zehn Teams – eine Aufgabe: Die Entwicklung und prototypische Umsetzung neuer Innovationen für den Finanz- und Versicherungssektor. Das war die diesjährige Innovation Challenge zum Thema Finance & Insurance in Dresden, die vom 31. März bis 01. April 2017 stattfand.

Mit dabei war auch ein bunt zusammengewürfeltes Team aus queos sowie ein externes Teammitglied. Für die Dauer der Innovation Challenge konnten sich alle einer einzigen Aufgabe komplett frei widmen und die typischen Restriktionen des Arbeitsalltags einmal außen vor lassen.

Am ersten Abend stand allerdings erst einmal die thematische Einführung der Teilnehmer im Fokus, die in diesem Falle durchaus interessant war. Max Steinmetz, ehemaliger Co-Founder und CEO von RiskEraser, sprach über das Insurance-StartUp, das seinen Kunden die Möglichkeit bietet, situativ und kurzfristig Versicherungen abzuschließen. So bot er dem Publikum nicht nur einen guten Einblick in die Gründung eines innovativen Versicherungsunternehmens, sondern berichtete ebenso über seine eigene Teilnahme an Challenges, ähnlich der Innovation Challenge.

Prof. Dr. Gregor Dorfleitner, Inhaber des Lehrstuhls für Finanzierung an der Universität Regensburg, hielt die zweite Keynote. Thematisch orientierte er sich dabei an den Ergebnissen seiner 2016 veröffentlichten Studie, die in Zusammenarbeit mit dem Bundesfinanzministerium veröffentlicht wurde. Er ging auf aktuelle Entwicklungen der FinTech-Branche in Deutschland ein und kam dabei  zu spannenden Ergebnissen: Nicht nur, dass Deutschland sich, in Hinblick auf investiertes Kapital und Anzahl an FinTech-Gründungen, in Europa auf dem zweiten Platz befindet. Sondern auch, dass einer der geografischen Schwerpunkte auf dem deutschen FinTech-Markt in der Region Dresden/Chemnitz und dem Umland liegt. Das liegt sicherlich nicht zuletzt daran, dass mit Startnext und Seedmatch, zu dem auch Mezzany und Econeers gehören, zwei der wichtigsten Crowdfundingplattformen Deutschlands in Dresden gegründet wurden und nach wie vor dort ihren Sitz haben. So betreibt auch die Ostsächsische Sparkasse Dresden, in Kooperation mit Startnext, mit 99funken mittlerweile eine eigene Plattform für regionale Projekte und Produkte.

Es lohnt sich also auf jeden Fall, einmal einen Blick in die Studie zu werfen, wenn man an Innovationen aus der Finanzbranche interessiert ist oder sich auch nur allgemein über das aktuelle Gründungsgeschehen in Dresden und dem gesamten Bundesgebiet informieren möchte.

Dieser Input gab unseren queos, wie all den anderen Teilnehmern, die Motivation um ihr Thema für die nächsten Tage zu finden. Diese standen ganz im Zeichen der Arbeit: Ab jetzt konnten Innovationen erdacht, an ihnen gefeilt und nach den verschiedensten Gesichtspunkten betrachtet werden – unterstützt durch die verschiedenen Blickwinkel innerhalb eines Teams von Studenten, Berufserfahrenen und Gründern. Ohne Druck wurden neue und interessante Perspektiven geschaffen und einfach mal den Gedanken freien Lauf gelassen. Das Ziel am Ende des ersten Tages war ein Prototyp der nicht davon geprägt sein musste, was zum aktuellen Zeitpunkt technisch möglich ist, sondern sich ganz auf die bestmögliche Lösung konzentrieren konnte.

Am Vormittag des zweiten Tages folgte dann der Feinschliff des Prototypen, die Überführung in konkrete Arbeitsschritte und ein Business Model Canvas um die Idee tatsächlich realisieren zu können. Aber das ist noch längst nicht alles: Eine fertige Produktidee muss natürlich auch präsentabel sein. Darum ging es am Nachmittag um die Vorbereitung des Pitches, der am Ende des dritten Tages den Abschluss und Höhepunkt bildete. Alle Teams durften vor einer fachkundigen Jury aus Branchenexperten und Gründern ihre fertigen Produkte überzeugend präsentieren.

Dabei war die Bandbreite der Innovationen entsprechend groß und nahe am Zeitgeist: Eine App, die in den verschiedenen Lebensabschnitten als Kompass für die offenen Möglichkeiten in Studium und Beruf fungiert. Eine weitere Idee beschäftigte sich mit Investition in Aktien und Unternehmen in der Region, die, ebenfalls über eine App, auch mit kleineren Beträgen möglich gemacht werden soll. Ein anderes Team wiederrum beschäftigte sich mit einer Technik, die für den automatischen Ausgleich zwischen Konten sorgen sollte, um so Gebühren für Kontokorrentkredite zu minimieren.

Team queo Innovation Challenge

Bei der Vielzahl der Einreichungen ist die Entscheidung der Jury sicherlich nicht einfach gefallen. Letzten Endes fiel die Wahl für den ersten Platz an die Gruppe „Your Space“, die mit den neuen Möglichkeiten der Virtual Reality, Finanzprodukte zielgruppengerechter an junge Leute zwischen 15 und 27 vermarkten möchte. Dafür verwandelt sich die bekannte, aber eher nicht als spannend geltende, Bankfiliale mit einer VR-Brille in Orte, die näher an der Lebenswirklichkeit der jungen Zielgruppe liegen: Skipisten und Tauchstationen können dafür genutzt werden, um gezielter über reale Risiken aufzuklären.

Samstagabend gingen somit die zweieinhalb spannenden Tage im Zeichen der Finanz- und Versicherungsbranche schon zu Ende mit einem regen Austausch unter den Teilnehmern. Ein großer Dank geht somit an die Veranstalter der Innovation Challenge, Sherpa.Dresden, die in Kooperation mit der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, der Sparkassen Versicherung Sachsen sowie Progress Finanzplaner eine tolle und inspirierende Fortsetzung der FinTech Innovation Challenge möglich gemacht haben.

Und zum Schluss waren sich die Teilnehmer über eine Sache einig: FinTech und InsurTech sind ein echter Zukunftsmarkt und alles andere als langweilig!

(Fotoquelle: Tobias Ritz Photography)

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1 Kommentar

  • […] der Partner. Doch neben dem Gewinn ging es vor allem darum, einmal ein paar Tage raus aus dem Arbeitsalltag zu kommen, in interdisziplinären Teams mit ungewöhnlichen Methoden an spannenden Fragestellungen […]

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