Die Magnolia-Konferenz zieht jedes Jahr viele Entwickler aus allen Ecken der Welt nach Basel. Dieses Jahr war auch ich dabei und konnte in sommerlich heißer Atmosphäre einiges dazuzulernen, ein paar neue Ideen entwickeln und viele neue Leute kennen lernen.

Wie startet man richtig gut in einen aufregenden Tag auf einer Konferenz? Richtig, mit wenig Schlaf, aufgrund einer stark verspäteten Ankunft und der generell schwülwarmen Luft, die Basel schnell wie einen tropischen Wald wirken lässt. An diesem Tag konnten mir jedoch selbst diese Umstände die Stimmung nicht verhageln, denn ich durfte zum ersten Mal zur Magnolia Unconference, die vom 21. bis zum 23. Juni stattfand. Dort wurde ich erwartungsgemäß fröhlich empfangen und bekam zunächst mein Namensschild und mein Begrüßungsgeschenk in Form eines trendigen Magnolia-Kumpelbeutels, gefüllt mit Stift und Block, Sticker, sowie einem Kapuzenpulli, der beim herrschenden Klima vermutlich dem Trocknen des Schweißes dienen sollte.

Voll gepackt mit schönen Sachen ging es dann weiter mit einem Begrüßungsvortrag, der uns emotional auf den Ablauf der Unconference vorbereitete und zum Vorschlagen von Themen aufrief. Von zu lösenden Problemstellungen über Präsentationen von besonderen Errungenschaften bis hin zu Diskussionsrunden zu allgemeinen Themen war alles dabei. Zwischen den vorgeschlagenen Themen konnte anschließend per Handzeichen abgestimmt und der Ablauf der Konferenz damit gestaltet werden. Bevor wir uns jedoch in die einzelnen Themen stürzten, ließ Jan Haderka (CTO), zusammen mit Christopher Zimmermann (Software Developer) und Antti Hietala (Product Manager) in der Keynote das letzte Jahr noch einmal Revue passieren und zeigte im Anschluss, an welchen spannenden Features zur Zeit und in naher Zukunft gearbeitet wird. Diese beinhalten unter anderem das Taggen von Content Elementen, eine verbesserte Backend-Suche, Erweiterungen des Magnolia CLI (Command Line Interface) zum einfacheren Arbeiten mit Light Modules und ein Instrumentation Modul, das das Monitoring der Anwendung auf Basis von Prometheus erlaubt. Die wichtigste Änderung wird jedoch die physische Trennung der AdminCentral, also der Konfigurationsoberfläche, von der eigentlichen Anwendung sein.

An den Abenden war auch noch etwas Zeit, die Innenstadt zu erkunden.

Über eine Timetable auf der Wiki-Seite konnte nachgelesen werden, welche Themen in den Räumen „Oslo Front“, „Oslo Back“, „Trainingroom“, „Velvet Underground“ oder „Kraftwerk“ gerade besprochen wurden. Dass die letzten beiden Räume, klimatisiert sind, sprach sich ausgesprochen schnell herum, was sicher die eine oder andere Entscheidung bei der Sessionsuche beeinflusste. Nichts desto trotz waren auch die übrigen Räume immer gut gefüllt, was sicher an spannenden Themen, wie dem Publizieren von Elementen mit seinen Content Dependencies oder dem intelligenten Sharing von Code (speziell Templatedefinitionen) in verschiedenen Projekten, lag.

Zwischen Kaffee, Häppchen und jeder Menge Wasser kam auch das eine oder andere interessante Gespräch abseits der Slots zustande, das nicht nur aus Small Talk, sondern vor allem aus wertvollen Erfahrungen mit Magnolia und guten Hinweisen zu bestimmten Umsetzungen bestand. Auch Magnolia-Mitarbeiter hörten gerne den Erfahrungen der Entwickler zu und waren auch an Verbesserungsvorschlägen an der Konferenz oder Magnolia allgemein interessiert. Nach vielen Gesprächen, Konferenz-Slots und einer kleinen Grillfeier endete der Tag für mich wohlverdient in meinem Bett.

An den folgenden zwei Tagen ging es für viele der Konferenzteilnehmer mit Workshops weiter, die allesamt vollbesetzt waren. Ich hatte mich zuvor dafür entschieden, an einem Workshop zum Thema System Administration teilzunehmen, um mehr über Best Practices im Umgang mit Magnolia-Projekten zu lernen und wurde nicht enttäuscht. Vom Aufsetzen der Anwendung und infrastrukturellen Entscheidungen bis hin zu Automatisierungen und Monitoring wurde alles behandelt. Dabei wurde immer gezeigt, wie bestimmte Schritte manuell oder über die REST API und automatisiert mit Ansible vorgenommen werden können. Diese Übungen halfen auch zu verstehen, wie Magnolia NOW im Hintergrund funktioniert, da es auf Ansible aufbaut.

Das Magnolia-Headquarter in Basel, in dem die Unconf stattfand. (Quelle: https://twitter.com/magnolia_cms)

Zwischen den einzelnen Übungen waren unsere Trainer Bradley und Andrew immer an unseren Projekten interessiert und wie wir bestimmte Schritte gelöst haben, wodurch auch sie dazu lernen und weitere Ratschläge geben konnten. Auch wenn die Hitze uns sehr ermüdete, kam so ein reger Austausch zu Stande, der bei mir zu einer positiven Erkenntnis führte: Wir machen das alles schon ziemlich gut und können durch den Austausch auch immer noch etwas besser werden. Doch am wichtigsten war die Erkenntnis, dass es eine einzige richtige Lösung nicht gibt. Fragt man fünf Entwickler, wie sie ein Problem gelöst haben, bekommt man in der Regel fünf unterschiedliche Antworten – und das ist in Ordnung, weil für jeden Entwickler oder in jedem Projekt die Situation ein wenig anders ist.

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