Am 23.03.2018 kamen Blockchain-Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft in Dresden im Rahmen der Veranstaltung „Blockchain und Industrie 4.0 für den Mittelstand – Potenziale und Geschäftsmodelle“ zusammen. Die Veranstaltung wurde gemeinsam mit der HTW Dresden  ins Leben gerufen und widmete sich Fragen rund um die Technologie im Kontext Industrie 4.0.

Rund 50 interessierte Teilnehmer und Studierende diskutierten über die Auswirkungen von Blockchain auf unsere Arbeitswelt. Prof. Dr. Andreas Ittner vom Blockchain Competence Center Mittweida eröffnete mit seiner Keynote die Veranstaltung. Themen wie Sicherheit, Einsatzszenarien und Alleinstellungsmerkmale wurden diskutiert. „Blockchain ist das Papier in der Digitalisierung“, beschreibt Ittner ein Merkmal von Blockchain. Denn wie in einem Museum, finden sich auch digital allerlei alte Schriftstücke, gut erhalten und von hohem dokumentarischen Wert. Ittner philosophierte über die ebenso hohe Lebensdauer der Technologie Blockchain in einer kurzlebigen digitalen Welt. Den Teilnehmern vermittelte er zudem die Grundlagen zu Hash-Funktionen, Merkle Trees  und Smart Contracts. Kritische Fragen aus dem Publikum zum Thema Sicherheit und zu ethischen Gesichtspunkten, vor allem in Bezug auf Nutzerkompetenz, wurden im Hörsaal diskutiert.

Prof. Dr. Andreas Ittner

Anschließend referierte Alexander Kühne über die Ergebnisse seiner Masterarbeit – den Einfluss von Blockchain auf Geschäftsmodelle. Diesem Vortrag schloss sich Philipp Richter von authentic.network an und ergänzte die Erkenntnisse um erste praktische Erfahrungen. Torsten Stein, CEO von faizod., präsentierte Beispielcases und skizzierte daran den Mehrwert von Blockchain in logistischen Prozessen. Die vielen Meldungen aus dem Publikum zeigten das große Interesse an den Erfahrungen von Torsten Stein, der mit faizod.vedr ein erfolgreiches Produkt vorstellte: Digitale Datenräume, in denen Aktivitäten zwischen Teilnehmern mit Blockchain möglich gemacht werden. Das Interesse an realen Projekten und marktreifen Entwicklungen war besonders groß.

Alexander Kühne

Der eine oder andere Teilnehmer checkte noch schnell den Bitcoin-Kurs, ehe sich die Gruppen zur exklusiven Führung durch die Modellfabrik 4.0 mit Prof. Dr. Dirk Reichelt zusammenfanden. Das Industrial Internet of Things (IIoT) Test Bed  – eine Forschungs- und Evaluationsinfrastruktur für IoT-Lösungen im Fertigungsumfeld – war Anziehungspunkt für die Teilnehmer aus der Region. Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurden Fragen zum Zusammenhang von Blockchain und Industrie 4.0 an einzelnen Tischen im Rahmen der Methode „World-Café“ diskutiert. Zahlreiche Studierende waren der Möglichkeit zur kostenfreien Teilnahme gefolgt und tauschten sich in Gesprächen zum Thema Blockchain aus.

André Pinkert, Managing Director von queo fasst die Ziele der Veranstaltung zusammen:

„Unsere Kunden, besonders aus dem Mittelstand, signalisieren uns in Hinblick auf die Technologie immer stärker werdenden Bedarf. Vor allem getrieben durch die unzähligen Blockchain-Schlagzeilen. Als Anbieter von individuellen Softwarelösungen und Consultingleistungen hinterfragen wir Trends und Entwicklungen stets kritisch. Das Thema erlebbar zu machen und die Stärken aber auch Schwächen von Blockchain einschätzen zu können, war für uns das wichtigste Ziel der Veranstaltung. Daran werden wir auch in Zukunft weiterarbeiten.“

 

Fotos: Peter Sebb, HTW Dresden

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